Die im nordwestlichen Teil des Departements Corrèze gelegene Stadt Arnac-Pompadour strahlt aufgrund seiner großen Bedeutung im Reitsport weit über die Grenzen der Region hinaus. Mit seiner Rassenpferdezüchtung, seinen nationalen Reitturnieren und seinen verschiedenen Vereinen hat Pompadour zu Recht den Namen "Stadt des Pferdes" verdient. Den Marktflecken wird man selten durchlaufen, ohne auf seinem Weg einem oder mehreren Reitern zu begegnen. Pferdenarren und auch einfach Neugierige werden die Anwesenheit dieser königlichen Tiere ohne Zweifel genießen.
Die 1665 von Colbert gegründeten Gestüte von Pompadour sind ursprünglich dazu gedacht, die während der Kriege zerstörten militärischen Pferdezüchtungen wieder aufzubauen. So will man vermeiden, Pferde aus dem Ausland importieren zu müssen.
Nach dem Zweiten Weltkrieg und der Mechanisierung der Kriegstechnik orientieren sich die Gestüte neu zum Reitsport. Die Rennställe von Puy Marmont, ein Gestütgebäude, anfangs des 19. Jahrhunderts erbaut, beherbergen heute anglo-arabische Zuchthengste, Vollblüter, Selle Français, Comtois, Bretoner, Ardenner, Auxois und Percheronen.
Mit seinen 89 Hektar Weideland bietet das Gestüt den arabischen und anglo-arabischen Zuchtpferden eine wahrhaft grüne Oase. Die neugeborenen Fohlen können sich bis zum Alter von sechs Jahren mit ihren Müttern auf den Wiesen austoben. Dank genauer Selektion, die auf den Reitsport ausgerichtet ist, ist die dortige Züchtung von anglo-arabischen Rassen als Talentschmiede für Tunierpferde bekannt.
Gegenüber des imposanten Schlosses, am früheren Platz des Teichs, der die Wassergräben speiste, erstrahlt der Renn- und Turnierplatz von Pompadour in hellem Grün. 1836 angelegt, um die Ausbildung der Zuchtpferde zu vervollständigen, wird er bald ein gern gewählter Ort für Turniere und Pferderennen. Die sich auf der einen Seite befindenden Zuschauerränge empfangen regelmäßig Interessierte von Pferderennen, Wetter und andere Pferdeliebhaber.
© Ein Artikel von Sébastien Champagne - Détours en Limousin.
Übersetzung: Julia Mannagottera
Letzte Aktualisierung: Dezember 2009